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Aktuelles


„Der alte Vincke“ im Bauernkittel mit Wanderstab und Pfeife, 1863 aus: Die Gartenlaube 15.4.1863, Holzstich (LWL-Museum für Kunst und Kultur, Westfälisches Landesmuseum, Münster, Foto: Sabine Ahlbrand-Dornseif/Hanna Neander)

Szenische Aufführung mit Buchvorstellung

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19.00 Uhr

Vincke im Gespräch. Szenische Aufführung mit
Marion und Markus von Hagen
mit Buchvorstellung und kleinem Umtrunk*

Der preußische Beamte Ludwig Freiherr Vincke wurde 1815 zum ersten Oberpräsident der preußischen Provinz Westfalen ernannt und war gleichzeitig Regierungs­präsident in Münster. Bis zu seinem Tode am 2. Dezember 1844, der sich in diesem Jahr zum 175. Mal jährt, war Vincke unermüdlich damit beschäftigt, Westfalen zu einer modernen Region zu entwickeln. Er kümmerte sich um den Ausbau von Verkehrswegen, die Einrichtung von Kranken- und Pflegeanstal­ten und von Schulen. Er förderte die Selbstverwaltung und -verantwortung der Kommunen.

Um all diese Aufgaben zu bewältigen, reiste er immer wieder durch die Provinz, wobei er viele Strecken auch zu Fuß bewältigte. Da konnte man ihm begegnen, bekleidet mit einem blauen Kittel und ausgerüstet mit seiner Pfeife. Er war immer in Eile, dien­te seinem ,,Vaterland" Westfalen mit aller Kraft, war bescheiden und gütig, aber auch streng.

Lernen Sie den Oberpräsidenten näher kennen! In einer szenischen Aufführung verrät er Einiges aus seinem Leben. Der in Münster wohlbekannte Kabarettist und Rezitator Markus von Hagen haucht Ludwig Vincke erneut Leben ein und wird dabei von seiner Frau Marion von Hagen unterstützt.

Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit - bei einem kleinen Umtrunk - die neuesten Bände der Tagebuchedition anzuschauen.

Wann und wo:
Mittwoch, 4.12.2019, 19.00 Uhr
Freiherr-von-Vincke-Haus, Domplatz 36, 48143 Münster.

Der Eintritt ist frei!

* Diese Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost statt.

Hier können Sie die Einladung zu "Vincke im Gespräch" als PDF herunterladen.

Vincke im Gespräch.pdf

Titelbilder "Die Tagebücher des Ludwig Freiherr Vincke"

Neuerscheinungen

In Kürze erscheinen zwei weitere Bände aus der Reihe "Die Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke 1789-1844":

Band 7: 1813-1818, bearbeitet von Ludger von Westphalen

Dieser Band ist ein unveränderter Nachdruck der bereits 1980 erschienenen Tagebuchedition, die – bearbeitet von Ludger Graf von Westphalen – den Zeitraum vom 1.11.1813 bis zum 1.1.1819 umfasst. Ludwig Vincke hatte sich 1810 aus preußischen Diensten verabschiedet, geheiratet und lebte als Gutsherr auf Haus Ickern. Erst die Vertreibung der Franzosen aus Nordwestdeutschland ebnete ihm den Weg zurück in die Dienste der Allgemeinheit, die er während der französischen Besatzung nicht zu leisten bereit gewesen war. Zunächst als Zivilgouverneur, dann als Oberpräsident der 1815 neu geschaffenen Provinz Westfalen stellte er fortan seine Schaffenskraft in den Aufbau und die Weiterentwicklung eines modernen Westfalens.

Bereits die erste Auflage der Edition ist ergänzt durch eine Auswahl an Briefen, die Vincke in den Jahren 1813–1818 erhalten hat und die im Zusammenhang mit seinen Tagebucheinträgen stehen. Sie sind in diesem Band ebenfalls unverändert nachgedruckt.

Band 11: 1840-1844, bearbeitet von Hans-Joachim Behr und Christine Schedensack

Bis in seine letzten Tage folgte Vincke dem Grundsatz „ Müßigkeit vermeiden, keine Zeit für Zerstreuungen verschwenden“. Unermüdlich war er in seiner Provinz unterwegs, beschäftigt mit wirtschaftlichen Fragen, dem Ausbau der Infrastruktur, Ordnung des Armenwesens und sozialen Einrichtungen. Jeder neue Straßenabschnitt wurde nach seiner Fertigstellung von ihm persönlich kontrolliert. Manchmal erreichte er dabei die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Er verbuchte Erfolge, musste aber auch Enttäuschungen hinnehmen. So konnte er für die Köln-Mindenener Eisenbahn nicht die von ihm bevorzugte Linienführung über Hamm durchsetzen. Bei der Diskussion um die Westfälische Landgemeindeordnung. die seinen Vorstellungen zutiefst widersprach, musste er schrittweise seine Grundsätze aufgeben.

Dem Thronwechsel nach dem Tode Friedrich Wilhelms III. sah Vincke mit Besorgnis entgegen. Guten Willen wollte er dem Thronerben nicht absprechen, störte sich aber an dessen „poetischen Grillen“. So täuschte er sich auch, wenn er in der Einberufung der vereinigten Ausschüsse einen Beweis für Absichten des Königs sah, die ständischen Rechte zu erweitern. Friedrich Wilhelm IV. war zu sehr in provinzialständischen Vorstellungen befangen, um dem liberalen Drängen nach Verfassungsreformen nachzugeben.

Zu seinem ältesten Sohn Georg hatte Vincke ein besonders enges Verhältnis. Er war ihm Vertrauter und Ratgeber in dienstlichen wie privaten Angelegenheiten. Was den Vater jedoch bekümmerte, war sein Widerspruchsgeist, der auf dem Landtag zu einer offenen Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn geführt hatte.

Allmählich machte sich das Alter bemerkbar. Vincke klagte über zunehmende Schwerhörigkeit, die ihm Mühe machte, beim sonntäglichen Kirchenbesuch der Predigt zu folgen. Gerüchte von einer baldigen Pensionierung liefen um.

Am 3. November 1844 trat der Oberpräsident seine letzte Dienstreise nach Minden an, bei der er einen Schlaganfall erlitt, von dessen Folgen er sich nicht mehr erholte. Er starb am 2. Dezember 1844.

Vortragsreihe 2019/2020

Montag, 09.12.2019, 19 Uhr, im Schloss zu Münster, Raum S2
Ruth Pope, B.A. (Universität Münster)

„Mir ist vollkommen egal, was nach meinem Tod mit mir passiert“. Die Abnahme religiöser Vorbehalte gegenüber pluralen Bestattungsformen und die Anfänge des Körperspendewesens am anatomischen Institut Münster in den 1940er und 1950er Jahren

Das Körperspendewesen ist ein junges Phänomen. Noch bis in die 1970er Jahre hinein rekrutierten anatomische Institute ihren Bedarf an Leichen für Forschung und Lehre ohne die vorherige Zustimmung der Betroffenen, oft aus sozialen Randgruppen. Ruth Pope erklärt in ihrem Gastvortrag beispielhaft für das anatomische Institut der Universität Münster, wieso in den Nachkriegsjahren herkömmliche Quellen der Leichenversorgung versiegten und sich die Institute für freiwillige Abgaben öffnen mussten. Außerdem wirft sie einen Blick auf die Beweggründe der ersten „Körperspender“ und zeigt, dass bei manchen der Wunsch, der Wissenschaft zu dienen, bei den meisten ökonomische Zwänge Auslöser dafür waren, den eigenen Körper anzubieten. Voraussetzung für das Körperspendewesen war aber, dass sich im 20. Jahrhundert die Einstellung gegenüber dem Tod und dem toten Körper geändert hatte. Erst der Deutungsverlust der Kirchen über Sterben und Tod ließ den eigenen Körper (frei) verfügbar werden.

Dieser Vortrag wird von der Westfälischen Wilhelms-Universität und dem Landesarchiv NRW Abt. Westfalen in Kooperation mit unserem Verein veranstaltet.

Der Eintritt ist frei.

Hier können Sie das Vortragsprogramm 2019/20 als PDF-Datei herunterladen.

Vortragsprogramm 2019-20.pdf

Neu: Westfalen. Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 96, 2018

Der Jahresband 2018 der Zeitschrift Westfalen ist erschienen.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier:

Inhaltsverzeichnis.pdf


Neu: Westfälische Zeitschrift 168, 2018

Die Westfälische Zeitschrift 168, 2018, ist erschienen.

Das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier:

Inhaltsverzeichnis.pdf

Neu erschienen: Bd. 10 (1830-1839) der Edition der Vincke-Tagebücher

Band 10 der Edition der Tagebücher des Ludwig Freiherrn Vincke ist erschienen (Näheres finden Sie hier). Er umfasst die Jahre 1830 bis 1839. Am 5. März wurde der Band mit einer Vortragsveranstaltung im münsterischen Schloss vorgestellt. Im Schloss hatte die Familie Vincke ihre Wohnung und Ludwig Vincke zudem seinen Dienstsitz als Oberpräsident der preußischen Provinz Westfalen.

Die Bilder (© Peter Fröhlich) zeigen Eindrücke der Buchvorstellung (bitte klicken Sie zum Vergrößern auf ein Bild):




Westfälische Zeitschrift digital

Die "Westfälische Zeitschrift“, die von den beiden Abteilungen Münster und Paderborn des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens herausgegeben wird, ist jetzt teilweise digital vorhanden. Ihre Erschließung und Digitalisierung wird vom Internet-Portal "Westfälische Geschichte"/LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster in Kooperation mit dem Altertumsverein durchgeführt. Das Projekt umfasst alle Bände der Zeitschrift (mit Ausschluss der zwei jeweils jüngsten Ausgaben) und wird voraussichtlich 2016 abgeschlossen. Bis dahin sind die Artikel in unterschiedlichen Erschließungszuständen online verfügbar unter http://www.westfaelische-zeitschrift.lwl.org

Ein Kooperationsprojekt des Internet-Portals "Westfälische Geschichte" mit dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster und dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Paderborn



Fördermitgliedschaft

Was bedeutet eine Fördermitgliedschaft?
Als Fördermitglied leisten Sie freiwillig einen höheren jährlichen Vereinsbeitrag, als den satzungsgemäßen Mindestbeitrag. Sie können selbst bestimmen, wie viel mehr sie zahlen möchten und können die Mehrzahlung durch eine formlose Mitteilung immer zum Jahresende wieder aufheben. Selbstverständlich ist auch der höhere Beitrag von der Steuer abzusetzen. Eine Spendenquittung stellen wir gerne aus. Ein Formular, mit dem Sie Fördermitglied werden können, finden Sie hier.
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Hier finden Sie ein Formular für eine Fördermitgliedschaft:

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Familienmitgliedschaft

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  • Nach Vollendung des 18. Lebensjahres erlischt die Familienmitgliedschaft für das Kind. Es kann die Mitgliedschaft als vollzahlendes Mitglied fortführen.
     
  • Jedes Familienmitglied erhält einen Mitgliedsausweis.
     
  • Pro Familie besteht nur Anspruch auf je ein Exemplar der Vereinspublikationen „Westfälische Zeitschrift“ und „Westfalen. Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde“.
     
  • Pro Familie ist nur eine Person in der Mitgliederversammlung stimmberechtigt.
     
  • Die Familienmitgliedschaft erlischt bei satzungsgemäßer Kündigung, bei Tod oder durch Ausschluss. Stirbt einer der Ehepartner/Lebensgefährten, wird die Mitgliedschaft für den Überlebenden in eine Einzelmitgliedschaft umgewandelt, wenn sie nicht gekündigt wird. Überlebende Ehepartner/Lebensgefährten, deren Kinder in die Familienmitgliedschaft eingeschlossen sind, führen die Familienmitgliedschaft fort, wenn sie nicht gekündigt wird.
     
  • Der Jahresbeitrag für eine Familienmitgliedschaft beträgt 50,00 €.
     
  • Ein bestehender Mitgliedervertrag (Persönliches Mitglied) kann in eine Familienmitgliedschaft umgewandelt werden. Ein entsprechendes Antragsformular können Sie hier herunterladen:

Formular Umwandlung Familienmitgliedschaft


Schülerinnen schalten die Seite "Schüler schreiben Geschichte" frei (Foto: Peter Fröhlich)

Schüler schreiben Geschichte

Ab sofort  publiziert der Verein Arbeiten von Schülerinnen und Schülern zur westfälischen Geschichte. Am 30. Juni schalteten vier der jungen Autorinnen, mit deren Arbeiten das neue Onlineangebot startet, die Seite frei.

(Näheres finden Sie hier)